Probeliegen ist unerlässlich

Bei der Suche nach einem neuen Bett empfiehlt Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM), ein ausgiebiges Probeliegen in verschiedenen Liegepositionen. Zur Auswahl stehen etwa Federkern-, Taschenfederkern-, Kaltschaum- oder Latexmatratzen in Kombination mit einem Lattenrost oder die seit einigen Jahren modernen Boxspringsysteme, die sich aus mindestens zwei aufeinander liegenden federnden Teilen – der Box und der Matratze – zusammensetzen. Für einen hohen Liegekomfort kommt es vor allem auf eine geeignete Matratze und das passende Zusammenspiel mit dem Lattenrost oder der Box an. In jedem Fall sollte der Härtegrad der Matratze so ausgewählt werden, dass den Schultern und dem Becken ein tieferes Einsinken ermöglicht wird als dem Rest des Körpers. Auf diese Weise sollte die Wirbelsäule in der seitlichen Liegeposition eine gerade Linie ergeben. Als hilfreich bezeichnet der DGM-Geschäftsführer zudem die Möglichkeit, die Härte des Lattenrostes im Schulter- und Beckenbereich variabel einstellen zu können.

Für Einzelpersonen bieten sich Betten in den Breiten 90 bis 140 Zentimeter an. Für zwei Personen ist eine Bettbreite von mindestens 1,60 Meter zu empfehlen. Zudem sollten statt einer durchgehenden Matratze besser zwei getrennte Matratzen gewählt werden, um sie optimal auf die Größe, das Gewicht und das Liegeempfinden der jeweiligen Person abzustimmen sowie die Bewegungsfreiheit zu steigern. Für Menschen mit einer Körpergröße von mehr als 1,90 Meter bieten die Möbelproduzenten Betten und Matratzen in Überlänge von 2,10 Meter oder 2,20 Meter an. Ältere Menschen sollten ein höheres Bett auswählen, da das Aufstehen und das Zubettgehen dann leichter fallen. Winning empfiehlt eine Höhe von rund 55 Zentimetern statt der üblichen 45 Zentimeter. Neben optischen Aspekten wie beispielsweise der Wahl zwischen einem Holz- oder einem Polsterkopfteil sollte ein weiteres Augenmerk der Verarbeitung des Rahmens gelten: Beim Probeliegen sollten Stabilität und Standsicherheit getestet und knackende oder quietschende Geräusche ausgeschlossen werden. Als weitere Hilfestellung beim Betten- und Matratzenkauf kennzeichnet die DGM qualitätsgeprüfte Möbel mit dem RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ bzw. mit dem DGM-Boxspringlabel. Die Qualitätssiegel basieren auf Kriterien, deren Einhaltung von den Möbelherstellern in unabhängigen Prüflaboren nachgewiesen werden müssen. DGM

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.