20 Jahre Palliativ-Medizin am Elisabeth Klinikum Schmalkalden

Wenn es keine Heilung mehr gibt: Symptome lindern, mehr Lebensqualität schaffen

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.“
Cicely Saunders

Die nun mehr seit 20 Jahren bestehende Palliativstation am Elisabeth Klinikum Schmalkalden betreut Patienten mit weit fortgeschrittenen Erkrankungen, die einen auf Heilung ausgerichteten Therapieansatz nicht mehr zugänglich sind.
Dazu arbeitet unser Team, bestehend aus speziell ausgebildeten Ärzten und Schwestern, Physio- und Ergotherapeuten, einer Musiktherapeutin, einer Ernährungsberaterin, einer psychoonkologischen Schwester, einem Seelsorger und unserer Sozialarbeiterin sehr eng zusammen.
Unsere Station besteht aus fünf wohnlich eingerichteten Einzelzimmern und einem Zweibettzimmer, wo gerne auch Angehörige aufgenommen werden können.
Patienten und Angehörige haben die Möglichkeit unseren Wohnbereich und die große Dachterrasse zu nutzen.

Wir betreuen Patienten mit Krebserkrankungen, weit fortgeschrittenen Herz- und Lungenerkrankungen, Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose und amyotrophe Lateralsklerose, aber auch Infektionskrankheiten, wie AIDS oder die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung. Unser Ziel ist es, alles medizinisch Mögliche zu tun, um Symptome, wie Schmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot, Erschöpfungszustände, die oftmals mit den oben genannten Erkrankungen auftreten, zu therapieren.

Dazu haben wir auch die Möglichkeit, alle diagnostischen und therapeutischen Fachabteilungen unseres Krankenhauses zu nutzen.

Ruhe und Geborgenheit: Ein Blick in den Flurbereich der Palliativ-Station des Elisabeth Klinikums. Foto: Elisabeth Klinikum

Unserem Team ist es sehr wichtig, auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse unserer Patienten und ihrer Angehörigen einzugehen, das heißt, nicht nur die physischen Beschwerden zu lindern, sondern auch die Beratung in (psycho-)sozialen und spirituellen Fragen und Problemen.
Das primäre Behandlungsziel ist es, eine Stabilisierung durch adäquate Therapiemaßnahmen in einem Maß zu erreichen, dass die Rückkehr in die vertraute häusliche Umgebung möglich ist.
Dafür organisieren wir auch viele Hilfestellungen, wie die Verordnung von Pflege- und Hilfsmitteln, aber vor allem die Unterstützung durch das spezielle ambulante Palliativteam (SAPV) und den ambulanten Hospizdienst, mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten.
Wir verstehen uns nicht als Pflegeeinrichtung und vor allem auch nicht als Sterbestation. Palliativmedizin bejaht das Leben und akzeptiert das Sterben als normalen Prozess. Elisabeth Klinikum

„Sie sind wichtig, weil sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick wichtig und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben können, sondern auch bis zuletzt leben können.“
Cicely Saunders

Gerne bietet das Elisabeth Klinikum die Möglichkeit, nach telefonischer Terminvereinbarung unter 03683 / 645332 die Palliativ-Station anzuschauen und mit dem Team ins Gespräch zu kommen.

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Tipp des Monats

Osteoporose vorbeugen: Bewegung macht die Knochen stabiler

Damit die Knochen stark bleiben, braucht es nicht nur eine Ernährung, in der ordentlich Calcium steckt. Warum auch Bewegung so wichtig ist.

Knochen müssen regelmäßig belastet werden, um stabil zu bleiben und weniger schnell zu brechen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hin. Belastung für die Knochen heißt: Bewegung.

Ob Fußballtraining, Joggen, Pilates oder Radfahren: Vor allem dann, wenn es sportlich wird, regt Bewegung den Knochenstoffwechsel an.

„Dies geschieht durch die Muskeln, die am Knochen ziehen. Sie geben das Signal, mehr Calcium in das Skelettsystem zu transportieren und einzulagern“, so Prof. Uwe Maus von der DGOU. Dadurch gewinnen die Knochen an Stabilität – und auch Osteoporose wird vorgebeugt.

Auch die Ernährung zahlt auf die Knochenstärke ein

Besonders wichtig ist Sport übrigens für Kinder und Jugendliche. Denn bei ihnen baut sich die Knochenmasse noch auf.

Ganz ohne die Ernährung geht es aber nicht. Wichtig ist daher, reichlich Calcium zu sich zu nehmen – etwa durch Lebensmittel wie Milch, Hartkäse, Mineralwasser oder Spinat. Damit der Körper das gut verwerten kann, braucht es Vitamin D. Das bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht, es steckt aber auch in fettem Seefisch wie Hering oder Lachs.